Poco F2 Pro – Frag den Mobilfunk-Guru

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Am 12. Mai wurde das Poco F2 Pro offiziell vorgestellt und noch am gleichen Tag habe ich ein Gerät geordert. 17 Tage später lag es auf meinem Tisch. Inzwischen hatte ich 14 Tage Zeit das Poco F2
Pro in der 128GB Variante zu testen. Technisch beruht das Poco auf dem Redmi K30 Pro. Es ist quasi dessen Globale Version. 

Ist es wieder ein Flagship-Killer, wie 2018 das Pocophone F1? Beim Preis gibt es einen erheblichen Aufschlag. Hatte das F1 noch einen Einführungspreis von 399,00€, der sich schnell in Richtung
300,00€ bewegte, so stellte Xiaomi das F2 Pro am 12. Mai für 499,00€ vor und hob ein paar Tage später die UvP sogar auf 599,00€ an. Der aktuelle Marktpreis liegt aber eher bei 499,00€. Es gibt
sogar vereinzelt schon Angebote für 449,00€, insbesondere in China-Shops, wie Banggood, Edwaybuy oder GearBest. 

Inzwischen ist auch noch eine Version mit 8GB RAM und 256GB ROM erschienen, dessen Preis noch einmal um 100,00€ höher liegt.

Das Poco F2 Pro hat einiges mehr in Richtung Flagship an Bord, als seinerzeit das F1. So gibt es diesmal eine Glasrückseite, ein randloses AMOLED Display, 5G, NFC, eine Quad Kamera auf der
Rückseite, eine PopUp Selfiecam, 8K Video, 30 Watt schnellladen und diesmal auch Widevine L1 für Netflix und Amazon Inhalte in voller Auflösung. Natürlich ist auch der schnellste Prozessor
verbaut, der Snapdragon 865. So kann man davon ausgehen, dass das Poco F2 Pro seinen Ruf, als Flagship-Killer verteidigen kann.

Daten:

Farben: Phantom White, Neon Blue, Cyber Gray, Electric Purple

Prozessor: Snapdragon 865

Speicherkapazität: 128GB oder 256GB (nicht erweiterbar)

Arbeitsspeicher-Größe: 6GB oder 8GB

SIM-Lock frei: ja

SIM-Kartenformat: Dual-SIM, 2x Nano-SIM

Displaytyp: AMOLED

Bildschirmdiagonale (Zoll): 6.67 Zoll

Material Vorder-/Rückseite: Corning Gorilla Glass 5

Hauptkamera: Quadkamera 64/13/5/2 Mpx

Front-Kamera: 20 Mpx PopUp

Gesichtserkennung: 2D

Fingerprintsensor: Im Display 

Mobilfunkstandard: 2G (GSM), 3G (UMTS), 4G (LTE), 5G 

– 2G GSM B2/B3/B5/B8 

– 3G WCDMA B1/B2/B4/B5/B8 

– 4G LTE FDD B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B20 

– 5G: n77/n78

Bluetooth-Version: 5.1

GPS: AGPS, GPS(L1+L5), Galileo(E1+E5a), GLONASS(G1), Beidou, QZSS(L1+L5)

Anschlüsse: 1x USB Typ-C, NFC, 3,5mm Audio-Klinke

WLAN: WIFI: 802.11 a/b/g/n/ac/ax, 2.4G/5G, Support 2×2 MIMO, 8×8 MU-MIMO, Miracast, WiFi Direct

Infrarotsensor: Ja

VoLTE: Ja

Schnellaufladung: Quick Charge 30W

Akku-Kapazität: 4700 mAh

Abmessungen (H*B*T) / Gewicht: 163.3*75.4*8.9mm / 219 g

Betriebssystem: Android 10 (MIUI for Poco)

Lieferumfang, Verarbeitung und Design

Am 31. Mai habe ich das Poco F2 Pro ausgepackt. Hier könnt Ihr mir dabei zuschauen.

In meinem Karton lag das Poco F2 Pro mit 6GB RAM und 128GB ROM in Phantom White. 

Lieferumfang:

1 x Poco F2 Pro Smartphone

1 x USB Typ-C auf Typ-A Kabel

1 x Auswurfstift

1 x Schnellladegerät 33 Watt 

1x Backcover

1x Schnellstartanleitung

1x Garantieinformationen  

Sofort fällt auf, das ist kein filigranes Gerät, sondern ein ganz schöner Brocken. Ohne Backcover wiegt das Gerät 230g und mit Backcover sogar 254g. Die Werte beruhen nicht auf der offiziellen
Herstellerangabe, sondern wurden von mir selbst ermittelt.

So richtig nach Premium fühlt sich das auf den ersten Blick nicht an, obwohl die weiße Rückseite und der Aluminiumrahmen sicher hochwertig sind und das Gerät gut verarbeitet ist. Es fehlt einfach
der Faktor „Handschmeichler”. 

Da springt mir mein „altes” Huawei P20 Pro ins Auge und sagt mir: „guck, so geht’s”.

Ich tröste mich derweil damit, dass ich dafür ein riesiges Display mit 6,67“ im 20:9 Format habe. Genug Display ist durch nichts zu ersetzen. Früher hatte man mit 7“ schon ein Tablet, allerdings
mit viel mehr Rand.

Das Poco gibt es in 4 Farben, Phantom White, Neon Blue, Cyber Gray sowie Electric Purple. Vorder- und Rückseite bestehen aus Gorilla Glas 5. 

Die Vorderseite besteht nur aus Display. Nennenswerte Ränder, eine Notch oder Punchhole gibt es nicht. Ganz oben sitzt der Ohrhörer.  Fast unsichtbar, verschwindet er im Rand zum Rahmen.

Die Rückseite schimmert wie Perlmutt. Im oberen Bereich ist zentral das Quad Kameramodul kreisförmig platziert. Das erinnert ein wenig an das OnePlus 7T. Unter dem Modul sitzt ein Dual-Blitz.
Weiter unten finden sich Herstellerangaben und ein CE-Kennzeichen. An der rechten Seite sitzt die Lautstärkewippe und der rot gekennzeichnete Powerbutton. Beide Knöpfe haben etwas Spiel. Die
linke Seite ist clean. Oben sitzt die PopUp-Kamera, der Infrarot Sensor, ein 3,5mm Audioanschluss und ein Mikrofon zur Geräuschunterdrückung. An der Unterseite befinden sich der Einschub von bis
zu 2 Nano-SIM-Karten, der USB-C Anschluss, ein Mikrofon und der Mono-Lautsprecher.

Das Backcover ist ein Hardcase und nicht das übliche weiche Silikon. Der Rücken des Cases ist leicht geriffelt, wodurch es sicher in der Hand liegt. Allerdings macht die Hülle das Smartphone noch
dicker und schwerer. Ich möchte dennoch nicht auf das Cover verzichten, da es durch leicht erhöhte Ränder, sowohl das Kameramodul, als auch den Bildschirm zusätzlich schützt.

Eine IP-Zertifizierung gibt es nicht. Dann wäre wohl der Preis nicht zu halten gewesen. Den gleichen Weg gehen auch Hersteller wie Realme und Honor. Somit ist es ein Manko, dass man wohl
verschmerzen kann.

Display

Das 6,67 Zoll AMOLED-Display ist grandios, ohne störende Notch oder Punchhole! Auch wenn es „nur” mit 60Hz taktet, ist es für mich, eines der besten Displays am Markt. Es löst mit FullHD+ 1080 x
2400px (395ppi) auf. Es ist in jeder Situation gut ablesbar. Die Helligkeit ist mit 800cd/m² außerordentlich hoch. Doch damit nicht genug, denn im Autohelligkeit Modus sind sogar 1200cd/m² drin,
falls sie benötigt werden. Der Kontrast ist knackig und  überzeugend scharf. Die Farben sind ausgewogen, können aber bei Bedarf in den Einstellungen, von kühl bis warm angepasst werden. Die
Blickwinkel sind stabil und geben den Inhalt auch bei seitlichem Blick sehr gut wieder, dabei kippt die weiße Farbe ein wenig in den bläulichen Bereich. Der Schwarzwert ist top. Auch der Weißwert
erlaubt sich sonst keinen Ausreißer. Ein Lesemodus lässt sich, wenn gewünscht, per Zeitplan festlegen und kann individuell augenschonend angepasst werden. 

Die Multi-Touchscreen Bedienung ist smooth und genau. Die Sensitivität lässt keinerlei Wünsche offen. Die voreingestellte Gboard-Tastatur von Google ist für mich ohnehin die beste Tastatur
App. 

Die sonstige Bedienung des Screens erfolgt über virtuelle Tasten, die unter dem Punkt „Weitere Einstellungen/Vollbildanzeige“ variiert werden können. Alternativ lassen sie sich dort auch ganz
ausblenden und durch Wischgesten ersetzen. Auch ein Einhandmodus lässt sich bei Bedarf aktivieren.

Natürlich gibt es ein Allways On Display. An die Gestaltung kann man selbst Hand anlegen oder aus vielen voreingestellten Möglichkeiten ein Design auswählen. 

Anfangs dachte ich, dass Display Glas sei kratzempfindlich. Zu meinem Glück war das ein Irrtum, denn auf dem Display ist noch werkseitig eine Folie angebracht, die so perfekt sitzt, dass man sie
nicht einmal erahnt.

Das Display würde ich mit „absolute Oberklasse“ bewerten, wenn es 90Hz hätte. Aber das ist meckern auf höchstem Niveau. 

Betriebssystem und Performance

Xiaomi liefert das Poco F2 Pro mit Android 10 und der MIUI für Poco aus. Der Sicherheitspatch ist vom 01.04.20 und damit aktuell. Xiaomi versorgt seine Geräte regelmäßig und zuverlässig mit
Updates, so dass dies auch für das Poco zu erwarten ist. Ein Update auf Android 11 wird es in jedem Fall geben, wahrscheinlich sogar Android 12. 

Einen App-Drawer ist in der MIUI Standard. Ein wenig Bloodware gibt es auch. Diese lässt sich aber ganz einfach deinstallieren. Zur Musikwiedergabe und für das abspielen von Filmen werden
hauseigene Apps angeboten. Auch ein Xiaomi-Browser ist im Lieferumfang. Voreingestellt ist allerdings der Chrome Google-Browser. Das User-Interface ist komplett ins Deutsche übersetzt. 

So langsam habe ich mich an die umfangreiche MIUI gewöhnt. Sie bietet schier unendliche Möglichkeiten, das Smartphone zu individualisieren. Auf dem Sperrbildschirm habe ich z.B. meine
Visitenkarte hinterlegt. Sollte ich das Handy verlieren, weiß der ehrliche Finder, wer der Besitzer ist. 

Auch die LED-Farbe der PopUp Kamera und die Tonanimation lassen sich anpassen. Vieles andere mehr ist möglich. Es würde aber den Rahmen des Testberichts sprengen, wenn ich jedes einzelne Feature
erläutern würde.

Sicherheit und Privatsphäre werden in der MIUI groß geschrieben. Es lässt sich jede App unter Apps/App-Sperre gegen neugierige “Mitnutzer” schützen. Das funktioniert allerdings nur, wenn man auch
ein MI-Konto einrichtet.

Das Gerät entsperrt sowohl mit dem Fingerabdrucksensor, als auch mit Faceunlock zuverlässig und schnell. Beide Methoden lassen sich parallel nutzen und mit einem Muster oder einer PIN/Passwort
zusätzlich sichern.

Auch der installierte Taschenrechner ist nützlich. Er hält u.a. diverse Umrechnungsfunktionen bereit (Währungen/Maßeinheiten/BMI).

Apps lassen sich bei Bedarf auch klonen, so dass man z.B. 2 WhatsApp- oder Facebook-Konten nutzen kann.

Die Navigation durch das System klappt super flüssig, Apps starten sehr schnell und auch bei der Spieleperformance ist es um jeden Zweifel erhaben. Das Gerät rennt, wie ein Formel 1 Fahrzeug.
Gamer werden ihre Freude haben. 

Im aktuellen AnTuTu
Benchmarktest
 setzt sich das Poco (Redmi K30 Pro) mit 586004 Punkten auf den 2. Rang der Bestenliste. Der Snapdragon 865 ist der aktuell schnellste Prozessor
und Xiaomi schafft es, das Betriebssystem so zu optimieren, dass es gleich 3 Geräte von Xiaomi unter die Top 4 schaffen. Damit läuft Xiaomi dem Marktführer Samsung und seinem S20 Ultra 5G
deutlich den Rang ab. Apropos Prozessor und Leistung. Der Prozessor kann nur dann längere Zeit auf Hochtouren arbeiten, wenn er auch ordentlich gekühlt wird, sonst taktet er automatisch herunter
und schaltet in den Schongang. Ein Liquid Kühlsystem sorgt deshalb dafür, dass das Poco F2 Pro nach einer Stunde Spielenutzung um einige Grad kühler bleibt als das Samsung Galaxy S20 Ultra. 

Dem Prozessor an die Seite stellt Xiaomi 6GB RAM LPDDR 4X. Das 256GB Modell verfügt sogar über 8GB LPDDR 5 Arbeitsspeicher und ist damit noch einmal schneller. Beide Modelle verfügen auch über
einen schnellen internen Speicher vom Typ UFS 3.1.

Betriebssystem und Performance sind also „bärenstark”.

Konnektivität und Kommunikation

Im Poco lassen sich 2 Nano-SIM Karten einlegen. Auf eine Speichererweiterung verzichtet Xiaomi. Man muss sich also vor dem Kauf entscheiden, ob der interne Speicher mit 128GB ausreicht oder ob
man doch die 256GB Version benötigt. Nach der Ersteinrichtung stehen dem Nutzer der 128GB Version noch rund 110GB freier Speicher zur Verfügung. Das sollte eigentlich für die meisten Nutzer
reichen.

Die Dual-SIM Funktion eignet sich hervorragend für all jene, die private und geschäftliche Nutzung trennen wollen oder einen Datenvertrag und einen AllNet-Vertrag parallel nutzen wollen.
Natürlich verbinden sich beide Karten mit dem LTE-Netz. Somit gibt es auf beiden SIM-Karten Verbindungen in Voice-Over-LTE (VoLTE) Qualität. Der Netzempfang ist gut. Ich hatte immer ein stabiles
LTE-Netz. Das Poco kann auch das neue 5G-Netz nutzen, wenn man einen entsprechenden Vertrag hat und das 5G-Netz am Ort auch ausgebaut ist. Dafür verfügt das Poco über die Frequenzen n77 und n78.
Damit deckt das Gerät das 5G-Netz von o2 vollständig ab. Bei T-Mobile und Vodafone wird jeweils nur 1 Frequenz von 2 abgedeckt, da n28 und n1 nicht an Bord sind. Auch im LTE Bereich fehlt das
relativ neue Band 32, das in geringem Umfang von Vodafone und T-Mobile genutzt wird. Tatsächlich wird der Nutzer hier von kaum etwas bemerken. 

Die Gesprächsqualität an der Hörmuschel ist gut. Sie dient allerdings nicht, als zweiter Lautsprecher für eine Stereo Wiedergabe. Der große Lautsprecher ist damit nur ein Mono-Lautsprecher,
dieser aber von brauchbarer und guter Qualität. Ich höre meine Musik sowieso am liebsten über meine Stereo-Bluetooth-Kopfhörer. Dank Bluetooth 5.1 ist das auch mit guter Qualität möglich.
Alternativ kann man auch ein herkömmliches kabelgebundenes Headset an den 3,5mm Audioausgang anschließen. Das ist vorbildlich. Auch ein Infrarot Port ist verbaut. So kann man Fernseher oder
Stereoanlage mit dem Smartphone steuern. Ich mag es.

Auch beim WiFi-Empfang zieht das Poco alle Register: 802.11a, 802.11b, 802.11g, 802.11n, 802.11n 5GHz, 802.11ac, WiFi 6 (802.11ax), Dual band, WLAN Hotspot, Wi-Fi Direct, Wi-Fi Display, Wi-Fi
MiMO usw.

Bei der Navigation gibt es ebenfalls „volle Hütte” GPS, A-GPS, GLONASS, Beidou, QZSS, GPS (L1+L5), BeiDou (B1), Galileo (E1+E5a), BeiDou (B2). Der Fix ist schnell und sehr zuverlässig. Die
Abweichung beträgt meist nur 2-5m. Aber Achtung, einige Apps, die das Tracking per GPS benötigen, sollten in den Energieeinstellungen von automatisch auf unbeschränkt gesetzt werden. Ansonsten
unterbindet das aggressive  Energiemanagement eine durchgängige Navigation. 

Natürlich gibt es auch einen USB-C Anschluss. Eigentlich ist es keine Erwähnung wert, denn auch hier wird der schnellste Standard genutzt.

NFC gibt es natürlich auch und Google Pay ist schon vorinstalliert. Der Nutzung von mobilen Bezahldiensten steht  also nichts im Weg, wenn man ein entsprechendes Konto besitzt.

Kamera 

Auch wenn Xiaomi nicht den 108Mpx Sensor verbaut, so greift man beim Poco zumindest auf den zweitbesten Sensor zurück und nutzt den 64Mpx Sony IMX686 Exmor RS mit einer Blende f/1.89. Dem
Hauptsensor zur Seite stellt man einen 13Mpx Sensor von Samsung, mit einer Blende f/2.2 und 123° Weitwinkel, ein TeleMacro Objektiv mit 5Mpx und einer Blende f/2.2, sowie einen 2Mpx Sensor für
Tiefeninformationen.

Die PopUp-Selfiecam bietet 20Mpx und stammt von Samsung.

Mit dieser Ausstattung bewegt sich das Poco in der oberen Mittelklasse. Die Unterschiede zu den Top Geräten sind dennoch mariginal.

Ich habe die Kameras ausführlich getestet und als Referenzgerät mein Huawei P20 Pro genutzt. Dieses hat mit seinem Kamerasetup den Fotografiemarkt bei Smartphones im Jahr 2018 gehörig aufgemischt
und steht auch noch heute für eines der besten Kamerasysteme bei Smartphones. Die Zusammenarbeit von Huawei und Leica hat völlig neue Maßstäbe gesetzt.

Jeder kann anhand der Testbilder selbst beurteilen, auf welchem Stand sich das Poco F2 Pro befindet. Die Bilder wurden bei beiden Smartphones unter gleichen  Bedingungen, im Automatikmodus,
mit Auto-HDR und aktivierter AI aufgenommen, so wie es wahrscheinlich 90% aller Nutzer tun.

Ich beurteile die Bilder der beiden Hauptkameras, als gleichwertig. Die Farben sind beim Poco natürlicher, dafür haben die Bilder des Huawei mehr Dynamik und Schärfe, neigen allerdings ein wenig
zur Überbelichtung.

Die Aufnahme mit Weitwinkel lässt sich nicht vergleichen, da Huawei keine Weitwinkel Sensor besitzt. Die Aufnahme mit 2-fach Zoom wird beim Huawei optisch und beim Poco digital realisiert.

Ein Highlight ist für mich der TeleMacro Sensor des Poco. Hier hat Huawei nichts vergleichbares zu bieten.

Bei den Nachtaufnahmen liegt das Huawei deutlich vorn. Es benötigt etwa die doppelte Belichtungszeit, wie das Poco und kann daher mehr Licht einfangen. Die optische Stabilisierung (OIS)
ermöglicht eine derart lange Belichtungszeit. OIS ist im Poco nicht verfügbar, statt dessen greift das Gerät auf eine digitale Stabilisierung (EIS) zurück. Dennoch, schlecht sind die Aufnahmen
des Poco nun auch nicht.

Die PopUp-Selfiecam macht einen ordentlichen Job, da gibt es meinerseits nichts zu meckern.

Die Videoqualität ist beim Poco deutlich besser, als beim P20 Pro. Aber das war noch nie die Paradedisziplin von Huawei. So hat es mehr Probleme beim Schwenk der Kamera, als das Poco und auch die
Tonqualität des Huawei kommt nicht an die des Poco heran.

Insgesamt kann sich das Kamerasetup durchaus sehen lassen. Es hat kaum Schwächen, ist aber nicht im HighEnd Bereich anzusiedeln.

Akkulaufzeit

Der Akku ist fest verbaut. Mit 4700 mAh ist der Li-Ion Polymer Akku auf einem sehr guten Level. Im Standby verbraucht das Gerät wenig Strom. Die Optimierung des Akkus hat Xiaomi im Griff. 

Eine Stunde Youtube Video mit mittlerer Helligkeit über WLAN verbraucht ca. 5% Akkuleistung und 30 Minuten surfen im Internet kosten ca. 4% der Akkukapazität. Hier kommt dem moderaten Verbrauch
auch entgegen, dass das Poco kein 90/120Hz Display hat.

Der durchschnittliche Nutzer sollte 2 Tage Laufzeit erzielen, bevor das Gerät wieder an die Steckdose muss. Aufgeladen wird mit 30 Watt. Das passende Ladegerät liegt dem Poco bei und ist zum
laden von Akkus mit bis zu 33 Watt ausgelegt. 

Sollte man nur einmal kurz nachladen wollen, so erreicht man bereits nach 30 Minuten einen Sprung von 30% auf 90%. So sollte man für jede erdenkliche Situation gewappnet sein und immer über
genügend Reserven verfügen.

Verzichten müssen Nutzer allerdings auf kabelloses Laden. Dies wäre mit der Glasrückseite eigentlich möglich gewesen aber wohl der Preisschere zum Opfer gefallen.

Fazit

Das Poco F2 Pro hat das Zeug zum Flagship-Killer. Es ist top ausgestattet, solide und wertig verarbeitet und kann es in vielen Disziplinen mit den besten Geräten im HighEnd-Bereich aufnehmen. Der
Preis ist dennoch Poco typisch moderat. Wer das Poco F2 Pro unter 500,00€ zu kaufen kriegt, macht ein Schnäppchen. Er kriegt ganz viel AMOLED-Display in außerordentlich guter Qualität, einen
schnellen Prozessor, einem starken Akku mit 30 Watt Schnellladeteil und einer guten Kamera.

Bewusst sollte sich der Käufer sein, dass der Speicher nicht erweiterbar ist, es kein induktives laden gibt, keinen Stereoklang und keine IP-Zertifizierung. Und ja, es ist groß und schwer.

Die Abstriche sind für mich eher unwichtig. Die Vorteile überwiegen deutlich. Hier kriegt der Käufer ganz viel Smartphone, für einen mehr als angemessenen Preis. Ich liebe mein Poco schon jetzt.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist für mich zum Zeitpunkt meines Tests überragend. Ich gebe dem Gerät eine klare Kaufempfehlung. 

Das Poco F2 Pro ist der Flagship-Killer 2020!

Test im Video

Unboxing im Video 

Hier habe ich das Poco F2 Pro gekauft 

Autor: Bernd Volkmer

Source

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