POCO F2 Pro Testbericht – darauf haben wir gewartet?!

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CPU Snapdragon 865 – 1 x 2,84GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz
RAM 6 GB RAM, 8 GB RAM
Speicher 128 GB, 256 GB
GPU Adreno 650 – 587MHz
Display 2400 x 1080, 6,7 Zoll 60Hz (AMOLED)
Betriebssystem Android 10, MIUI
Akkukapazität 4700 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera 64 MP + 13MP (dual) + 5MP (triple)
Frontkamera 20 MP
USB-Anschluss USB Type-C
Kopfhöreranschluss Ja
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID
LTE Ja – 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 28
NFC Ja
SIM Dual – nano
Gewicht 219 g
Maße 163 x 75,5 x 9 mm
Antutu 571000
Benachrichtigungs-LED Ja
Hersteller Xiaomi
Getestet am 28.05.2020

Das POCO F2 Pro ist das günstigste Flagship des Jahres 2020 und musste sich die letzten 10 Tage bei uns im Test beweisen. Das neue Pocophone F2 Pro basiert auf dem chinesischen Redmi K30 Pro und erreicht nun endlich auch Europa. Mit einem Preis von 499€ könnte man argumentieren, dass es sich um den letzten Flagship-Killer auf dem Markt handelt. Ein paar Komfortfeatures wurden beim POCO-Smartphone zwar eingespart, um den Preis auf ein erträgliches Niveau zu drücken. Mit dabei ist dennoch der Snapdragon 865 als schnellster Android Prozessor und auch die Quad-Kamera mit Sony IMX686 Sensor sieht vielversprechend aus. Im Test wird sich zeigen, wie viel High-End Smartphone im neuen POCO F2 Pro wirklich steckt.

Design und Verarbeitung

Das Poco F2 Pro folgt dem aktuellen Trend in der Smartphone-Industrie und wird größer und schwerer. Die Abmessungen betragen nun 163,3 x 75,4 x 9 Millimeter (Zum Vergleich das Xiaomi Mi 9T Pro: 156,7 x 74,3 x 9 mm) und das Poco F2 Pro bringt 218 Gramm auf die Waage. Das Design geht als Eigenkreation durch und zeichnet sich durch eine ausfahrbare Pop-Up Kamera und das kreisrunde Kameramodul auf der Rückseite aus. Im aktuellen Jahr 2020 mussten viele Pop-Up Kameras einer Punch-Hole Notch weichen, mit dem POCO F2 Pro kann man aber ein echtes Full-Screen Display genießen. Wassergeschützt ist das Gerät allerdings nicht, was bei diesem Preis auch völlig okay ist. Die Pop-Up Kamera ist mit LEDs beleuchtet und fährt auf Wunsch begleitet von einem Farbspiel und/oder Sound aus dem Gehäuse aus. Im eingefahrenen Zustand fungiert die Pop-Up Kamera als Benachrichtigungs-LED, alternativ hat das POCO F2 Pro natürlich auch ein Always-On-Display Feature am Start.

Der Power-Button rechts außen ist rot gekennzeichnet und darüber liegt die Lautstärkewippe. Beide Buttons bestehen aus Metall, haben aber leichtes Spiel im Gehäuse. Bei den Materialien setzt Poco im F2 Pro auf einen Metallrahmen und Gorilla Glas 5 auf Vorder- und Rückseite. Der Fingerabdrucksensor befindet sich unter dem Display. Die Glasrückseite ist matt und schindet in Kombination mit den speziellen Farben durchaus Eindruck. Zur Auswahl stehen Grau, Lila, Grün und Weiß. Der Rahmen des POCO F2 Pro ist immer in der entsprechenden Farbe gefärbt. Das gesamte Gehäuse hat keine scharfen Kanten oder spürbare Übergänge. Die Glasrückseite ist für eine bessere Haptik leicht abgerundet, das Display aber völlig flach. Das POCO F2 Pro liegt exzellent in der Hand und das Display ohne Notch ist einfach ein Hingucker.

Der Fingerabdrucksensor sitzt etwas höher im Display, als wir das von anderen Smartphones gewohnt sind. Die Position zeigt sich im Test als ebenso angenehm wie weiter unten. Die Entsperrgeschwindigkeit ist flott, aber die Genauigkeit nicht so gut wie beim Mi 10 oder dem Oneplus 8 Pro. Nur etwa 7/10 Versuchen gelingen auf Anhieb. Für die Entsperrung mit dem Gesicht muss die Pop-Up Kamera zunächst ausfahren, was dann die Geschwindigkeit beim Entsperren etwas reduziert. Die Erkennung läuft aber einwandfrei.

Das POCO F2 Pro punktet mit seinen Anschlüssen. Zusätzlich zu USB-C (2.0) bekommt man noch einen 3,5mm Kopfhöreranschluss, einen Infrarot-Sender, zwei Mikrofone, einen Lautsprecher und Dual-SIM (2 x Nano). Eine Speichererweiterung per Micro-SD ist allerdings nicht möglich. Kopfhöreranschluss, Infrarotsender und das geräuschunterdrückende Mikrofon sind an der Oberseite untergebracht, der Rest befindet sich unten. POCO verzichtet auf Stereo Lautsprecher, aber der Mono-Lautsprecher hat es durchaus in sich. Der Lautsprecher ist sehr laut und der Sound auch auf höchster Stufe ausreichend differenziert. Mit einem Mi 10 kann der Sound jedoch nicht mithalten. Für einen Mono Lautsprecher dennoch exzellenter Sound.

Das runde Quad-Kameramodul steht nicht mal einen Millimeter hervor und schließt mit der mitgelieferten Schutzhülle perfekt eben ab. Neben einer härteren Kunststoffhülle ist noch ein Ladeadapter (33 Watt), ein USB-C Kabel, eine Sim-Nadel und das übliche Zettelwerk im Lieferumfang enthalten. Auch eine Displayschutzfolie ist ab Werk angebracht.

Lieferumfang des Poco F2 Pro

Display des POCO F2 Pro

Das POCO F2 Pro setzt auf ein 6,67 Zoll großes AMOLED Display und verzichtet auf eine höhere Bildwiederholungsfrequenz von 90 oder gar 120 Hertz. Die Auflösung liegt bei 2400 x 1080 Pixel und zaubert ein gestochen scharfes Bild mit 396 Pixel pro Zoll auf das Fullscreen Display. Das Seitenverhältnis liegt bei 20:9. Xiaomi spricht von einem Display zu Gehäuse Verhältnis von 92,7%. Die Ränder links, recht und oben zum Display messen schlanke 2,5 Millimeter und das Kinn ist 5 Millimeter breit.

Die Helligkeit kann im Standard zwischen 4 und 800 Lux eingestellt werden. Im automatischen Helligkeitsmodus aktiviert sich bei direkter Sonneneinstrahlung auch ein Boost, der auf über 1350 Lux ansteigt. Die Lesbarkeit im Freien ist exzellent und die geringe Helligkeit eignet sich ideal für Abendstunden oder für dunkle Räumen. Zusätzlich steht auch noch ein Lesemodus mit geringerer Blaulichtstrahlung zur Auswahl. Der Kontrast ist AMOLED typisch exzellent. Im Optionsmenü des POCO F2 Pro lassen sich die Farben minuziös konfigurieren. Neben einer stufenlosen Konfiguration von warm nach kalt lassen Xiaomis erweiterte Farb- und Kontrasteinstellungen auch ansonsten keine Wünsche offen. Die Blickwinkelstabilität ist gut. Widevine L1 ermöglicht natürlich den Genuss von Netflix und Amazon in HD Auflösungen. Es handelt sich um ein HDR+ Display, das auch vom TÜV-Rheinland als augenschonend zertifiziert wurde. DC-Dimming ist auch mit dabei und kann im Optionsmenü aktiviert werden.

Der Touchscreen arbeitet mit einer etwas schnelleren Abtastrate von 180Hz, allerdings merkt man das in der Praxis nicht wirklich. Es werden bis zu 10 Eingaben gleichzeitig registriert und sämtliche Eingaben werden schnell und genau umgesetzt. An zusätzlichen Einstellungen gibt es einen Dark-Mode (Schwarz/Weiß Umkehr), die Textgröße kann konfiguriert werden und eine sehr umfangreiche Always-On Funktion steht zur Auswahl. Auch Features wie der beliebte Doppelklick zum Aufwecken können aktiviert werden.

POCO F2 Pro Display 1

Das POCO F2 Pro glänzt im Test mit einem traumhaften Multimediadisplay ohne störende Aussparung. Videos schauen und Zocken macht einfach Spaß, wobei letzteres mit einem 90 Hertz Display nochmals besser wäre. Aber irgendwo musste Xiaomi die Preisbremse ansetzen und bei diesem ansonsten scharfen, hellen und schlichtweg exzellenten Display, sind die “nur” 60 Hertz wohl verkraftbar.

Leistung und System

Das POCO F2 Pro wird von einem brandneuen Snapdragon 865 Prozessor befeuert. Der Octa-Core SoC integriert einen Prime-Core mit 2,84 GHz und drei weitere Cortex-A77 Kerne mit 2,42GHz Takt. Für weniger anspruchsvolle Aufgaben stehen 4 Cortex-A55 Kerne mit einem 1,8GHz Takt bereit. Für die Grafikleistung sorgt eine potente Adreno 650 GPU. Damit ist die Systemgeschwindigkeit des POCO F2 Pro allererste Sahne. Gebremst wird das Erlebnis lediglich durch die 60 Hertz, denn 90 Hertz Smartphones wirken einfach noch flüssiger, auch wenn die Performance natürlich nicht wirklich erhöht ist. Die Bedienung des POCO F2 Pro ist sehr zügig und Ruckler gibt es keine. Dafür sorgt auch der pfeilschnelle UFS 3.1 Speicherchip, der wahlweise mit 128GB oder 256GB verbaut ist. Beim RAM gibt es einen kleinen Unterschied, denn nur die 8/256GB Version kommt mit DDR5 RAM. Unser 6/128GB Testgerät hat nur LPDDR4X RAM verbaut. Der bringt es auf eine Schreibgeschwindigkeit von 17,4GB/s. Der interne 128GB große Speicher liefert eine Lese/Schreibrate von 1732/726 MB/s. In den Benchmarks platziert sich das Poco F2 Pro etwas unterhalb der 1000€ Flagships:

Antutu ErgebnisGeekbench Multi ErgebnisGeekbench Single Ergebnis3D Mark Ergebnis

Die Spieleleistung ist erwartungsgemäß brachial und bei keinem Game gerät das Smartphone in Stocken. Auch wenn der Prozessor die Power für konstante 90 FPS in Spielen hätte, das Display gibt dieses flüssige Erlebnis nicht her. Dennoch ist das Poco F2 Pro eine echte Gaming Maschine und Zocker dürfen sich über ein kühles Gehäuse freuen. Auch nach einer Stunde Gaming erhitzt sich das Gerät nicht über 39° an der wärmsten Stelle.

POCO Launcher auf dem F2 Pro

Das POCO F2 Pro läuft aktuell mit MIUI 11 auf Android 10 Basis. Der Unterschied zu anderen Xiaomi Smartphones besteht im sogenannten POCO Launcher. Also eine Art alternativer Desktop, der keinen großen Einfluss auf die eigentlichen Funktionen von MIUI selbst hat. Dennoch ist der POCO Launcher eine beliebte Alternative und lässt sich auch auf anderen Smartphones installieren. Ab Werk liefert Xiaomi knapp 14 Apps an unnötiger Bloatware mit, die man einfach deinstallieren kann.

Wer hingegen die vorinstallierte Google Garde teilweise entfernen will, der kann dies mit unserer Anleitung tun. Der POCO Launcher bietet auf Wunsch alternative Icon Designs zur Auswahl und ganz links kann das beliebte Google Discover eingebunden werden. Xiaomi setzt im System teilweise auf Werbung, die aber mit dieser Anleitung deaktiviert werden kann. In unserer Bedienungsaleitung für MIUI findet ihr sämtliche Funktionen übersichtlich dargestellt.

MIUI macht auf dem POCO F2 Pro wie gewohnt Spaß und auch mit Updates darf man für einen längeren Zeitraum rechnen. So wird der Vorgänger, das Pocophone F1, auch noch mit MIUI 12 versorgt. Xiaomi bemüht sich mittlerweile für monatliche Sicherheitsupdates und ist beim Funktionsumfang dem reinen Android einfach Jahre voraus. Das Poco F2 läuft mit „MIUI for Poco“ absolut flüssig und frei von Bugs.

Quad-Kamera des POCO F2 Pro

POCO F2 Pro Quad Kamera

Das POCO F2 Pro verfügt über ein ähnliches Kamerasetup wie das Xiaomi Mi 10. Die Geräte teilen sich den Selfie-Sensor und auch die Ultraweitwinkelkamera. Das POCO F2 Pro hat zusätzlich noch einen 2MP Tiefensensor und einen 5 Megapixel Telemakrosensor verbaut. Der Telemakro-Sensor sei gleich zu Beginn positiv erwähnt, denn damit lassen sich besondere Nahaufnahmen machen. Die Ultraweiwinkelkamera macht 13 Megapixel Aufnahmen und der Selfie Sensor löst mit 20 Megapixel auf. Die Hauptkamera des Poco F2 Pro setzt auf einen Sony IMX686 Sensor. Der 64 Megapixel Sensor ersetzt den IMX586, den wir letztes Jahr in sehr vielen Flagships gesehen haben. Verzichten muss man in jedem Fall auf einen OIS gestützten Sensor, für Videoaufnahmen steht aber ein EIS bereit. Xiaomi’s Kamera-App ist übersichtlich und einfach gestaltet, aber verfügt auch über einen umfangreichen Pro-Modus. Wer ein besonderes starkes Farberlebnis bevorzugt, der kann auch Xiaomis AI-Modus verwenden. Der Fokus reagiert sowohl bei Fotos wie auch bei Videos schnell und zuverlässig. Die Auslösezeit und die anschließende Verarbeitung der Aufnahmen ist durch den SD865 Prozessor extrem schnell. Im Kameravergleich könnt ihr euch anschauen, wie das Poco F2 Pro es mit dem Xiaomi Mi 10 aufnimmt.

Tageslichtaufnahmen

Xiaomi gibt seinen Smartphones eigentlich immer ein gewisses Maß an übersättigter Farbdarstellung mit. Der POCO F2 Pro zeigt sich hier eher zurückhaltend und überzeugt mit akkuraten und realistischen Farben. Die dynamische Reichweite und die Details sind auch im normalen 16 Megapixel Modus (durch Pixelbinning macht der 64MP Sensor nur 16MP große Aufnahmen) sehr hoch. Die vergleichsweise kleine Blende von F/1.9 sorgt für etwas dunklere Aufnahmen als bei der Konkurrenz. Dafür ist aber der Kontrast gut. Das POCO F2 Pro liefert sehr gute Aufnahmen bei Tageslicht, die einem Vergleich mit den besten Kameras auf dem Markt nicht scheuen müssen.

Nachtaufnahmen

Das Xiaomi POCO F2 Pro produziert konkurrenzfähige Nachtaufnahmen, die insbesondere durch die akkuraten Farben punkten. Ohne Nachtmodus ist die Helligkeit ausbaufähig, das liegt aber letztendlich an der Hardware. Mit dem Nachtmodus (Langzeitbelichtung) wird das Bild sichtbar heller, aber büßt etwas an Details ein. Wenn noch genügend Umgebungslicht vorhanden ist, verzichtet man besser auf den KI gestützten Nachtmodus.

Ultraweitwinkelkamera

Hier gilt das gleiche wie schon für das Mi 10. Die Ultraweitwinkelkamera haut mich nicht vom Hocker. Die Ergebnisse sind für Social Media und Whatsapp allemal ausreichend, sollten aber nicht näher am PC oder am Fernseher betrachtet werden. Die Details sind im Zentrum noch OK, am Rand zeigt sich aber eine deutliche Unschärfe.

Telemakro

Wer Chinahandys.net öfter liest, der weiß, was wir von den derzeit weitverbreiteten 2 Megapixel Makro Sensoren so halten. Letztendlich werden damit einfach Kamera-Setups aufgerüstet, ohne dass dadurch ein Mehrwert entsteht. Was Poco hier aber präsentiert, ist irgendwie ziemlich cool. Das Erstellen von Nahaufnahmen macht einfach Spaß. Mit Leichtigkeit kreiert man hier interessante Aufnahmen, die wirklich schön anzusehen sind.

Portrait

Das POCO F2 Pro produziert nahezu perfekte Portrait Aufnahmen, die mit einer sehr genauen Abtrennung von Vorder- und Hintergrund überzeugen. Die Bilder kann man auch nachträglich auf dem Smartphone noch konfigurieren mit Xiaomis Studio-Lightning Feature.

Selfie

Die Selfie Kamera ist die gleiche wie beim Mi 10, wobei das Pocophone die Gesichter natürlicher darstellt. Die Kamera hat einen festen Fokus und man muss den richtigen Abstand für perfekt scharfe Selfies haben. Die Details und Farbabstimmung kann aber ansonsten überzeugen. Mit der Frontkamera kann man auch nicht stabilisierte Videos mit maximal 1080p bei 30 FPS aufnehmen. Auch Slowfies (Zeitlupenvideo-Selfies) sind mit 720p bei 120FPS möglich.

Videos

Videoaufnahmen sind eine Kategorie, in der sich Flagships von Mittelklasse-Smartphones noch deutlich unterschieden. Das POCO F2 Pro liegt preislich mittendrin und so sind es auch die Features. 4K Videos mit 30 FPS sind sehr gut stabilisiert. Auch bei 1080p und 30 FPS gelingt eine Stabilisierung über einen EIS sehr gut. Die 4K Aufnahmen lassen sich kaum von den Aufnahmen des Xiaomi Mi 10 unterscheiden. Das POCO F2 Pro kann sogar die Königsdisziplin aufzeichen, also 4K bei 60 FPS, allerdings werden diese Aufnahmen nicht mehr stabilisiert. Auch 1080p Aufnahmen bei 60 FPS sind nicht stabilisiert. Als Werbegag gibt es dann noch eine 8K Option. Mit den Videos kann man eigentlich nichts anfangen, da sie extrem groß sind und nicht sichtbar mehr Details hervorbringen. Der Fokus arbeitet während den Aufnahmen stets schnell und genau. Ein Wechsel zwischen den Sensoren während der Aufnahme ist leider nicht möglich. Die UWW Kamera macht gut stabilisierte 4K Aufnahmen mit 30 FPS, die sich durchaus sehen lassen können.

Zusammenfassung

Das Xiaomi POCO F2 Pro liefert ab, was man erwartet hat. Es sitzt einem Mi 10 direkt im Nacken. Der Sony IMX686 präsentiert sich zum dritten Mal im Test als hervorragender Sensor, der es auch mit den 108 Megapixel Samsung Sensor aufnehmen kann. Im POCO F2 Pro sorgt er zudem für hervorragende Videoaufnahmen, die jedoch bei 4K/60 FPS leider nicht mehr stabilisiert werden. Auch die fehlende Stabilisierung der Frontkamera ist ein Ärgernis, das Xiaomi einfach nicht beseitigt. Wer eine Kamera sucht, die zwar nicht ganz High-End ist, aber der Mittelklasse sichtbar voraus, kann hier getrost zugreifen. Das POCO F2 Pro kann die Erwartungen an die Kategorie Kamera erfüllen.

Kamera API und Gcam Mod

Durch die offene Kamera 2 Api (Level 3) dürfen wir uns über verbesserte Nachtaufnamen und HDR+ bei Tageslicht freuen. Hier könnt ihr einfach mal ein paar Gcam Mods ausprobieren und eure Kameraqualität euren Vorlieben anpassen und vom besseren Nachtmodus profitieren. Verlinkt uns in den Kommentaren gerne eine Version, die bei Euch gute Ergebnisse gebracht hat.

Konnektivität und Kommunikation

POCO F2 Pro mit Dual-Sim

Das Poco F2 Pro ist ein Dual-Sim Handy und das trotz 5G Empfang. Schonmal ein gutes Zeichen, da Xiaomi beim Mi 10, Oppo beim Find X2 Pro und Realme beim X50 Pro auf das beliebte Feature verzichtet haben. Im Dual-Sim Betrieb ist allerdings nur 4G Empfang möglich, was in Deutschland eigentlich niemanden stören wird. Wer 5G auf n77/n78 empfangen will, der muss Einzel SIM nutzen. Die 5G Frequenzen sind stark beschnitten, da sowohl n28 (Ausbau bei Vodafone), als auch n1 (Ausbau bei der Telekom) für Deutschland fehlen. In der Praxis hat das aktuell keinerlei Auswirkung und man darf sich über starken Netzempfang auf folgenden 4G (LTE) Frequenzen freuen: 1/2/3/4/5/7/8/20/28. 4X4 MIMO wird auch unterstützt und damit steht der Carrier Aggregation nichts im Weg. Auch das ist in Deutschland aber noch Zukunftsmusik. Die Gesprächsqualität ist exzellent und VoLTE und VoWIFI stehen auch zur Verfügung. Sollten beides nicht direkt aktiviert sein, einfach dieser Anleitung folgen. Der SAR Wert des Poco F2 Pro liegt bei 0,79 W/kg Kopf und 1,03 W/kg Körper.

Der WIFI-Empfang des Poco F2 Pro glänzt mit hohen Übertragungsraten und auch die Reichweite ist sehr gut. Es handelt sich natürlich um WIFI 6 mit 2×2 MIMO Unterstützung. Bluetooth 5.1 machte in der Praxis keinerlei Probleme und sämtliche Soundstandards werden mit AAC/LDAC/LHDC/aptX™/aptX™ HD/aptX™ Adaptive unterstützt. Das Dual GPS des F2 Pro fällt auch sehr positiv auf. So ist die Positionsbestimmung sogar in Gebäuden möglich und erfolgt im Freien binnen wenigen Sekunden auf 2-3 Meter genau. Galileo Satelliten werden neben Beidou, Glonass und GPS auch zur Positionsbestimmung genutzt. In der Praxis kam es weder im Auto noch als Fußgänger zu irgendwelchen Einschränkungen. Google Pay wird durch den NFC Chip unterstützt. Auch OTG ist mit dabei, der „nur“ USB 2.0 Anschluss sei an dieser Stelle nochmal erwähnt. Der 3,5mm Klinkenstecker glänzt mit hoher Lautstärke und sauberem Sound, wie man das von sämtlichen Xiaomi Smartphones schon kennt. Xiaomi hat allerdings die FM Radio-App entfernt…

Das Poco F2 Pro hat alle Sensoren an Bord, die man sich so wünschen könnte. Neben den drei Standardsensoren (Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeitsensor) ist ein Gyroskop, Hall-Sensor (für smarte Hüllen), Kompass, Barometer und ein Infrarotsender mit verbaut. Alle Sensoren funktionieren perfekt.

Akkulaufzeit

Während Xiaomi beim Mi 10 das Wireless Charging Feature in den Fokus stellt, ist es beim Poco F2 Pro ein 4700 mAh großer Akku, der mit 30 Watt kabelgebunden geladen wird. Von 0 auf 100% geht es in nur einer Stunde und 10 Minuten. Anschließend hat man eine DOT (Zeit mit eingeschalteten Display) von 9-10 Stunden zur Verfügung. Das reicht den meisten Nutzern für zwei Tage.

Im PCMark Akkutest liefert das Poco F2 Pro mit 13,5 Stunden ein sehr gute Ergebnis und eine Stunde YouTube kostet lediglich 5% Akkuleistung. Wer ein ausdauerndes High-End Smartphone sucht, ist mit dem Poco F2 Pro bestens bedient. Die Ladezeit kann sich zwar nicht mit den schnellsten Geräten messen, ist aber auch nicht von schlechten Eltern. Verzichten muss man beim Poco F2 Pro lediglich auf das Komfort-Feature Wireless QI Charging.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Testergebnis

Getestet von

Jonas Andre

Das Poco F2 Pro setzt die richtigen Haken im Test. Allerdings gibt es natürlich ein paar Dinge, auf die man im Vergleich zu teureren Smartphones verzichtet. Das hat ein Flagship-Killer eben so an sich, sonst wäre es ja auch einfach ein gewöhnliches, sauteures Flaggschiff. Verzichten muss man beim F2 Pro auf ein Display mit höherer Bildwiederholungsfrequenz, auf kabelloses Laden und auf zusätzliche Kamerafeatures. Wobei die Telemakro-Kamera eine überzeugende Besonderheit am Gerät darstellt, die kein anderes Smartphone aktuell zu bieten hat.

Für aktuell 400-500€ erhält man ein pfeilschnelles Smartphone mit einer sehr guten Hauptkamera. Das notchfreie Display, die coole Pop-Up Kamera und die unbändige Akkulaufzeit kann man auch als positiv verbuchen. Bei den Sensoren, der Empfangsqualität und den Anschlüssen hat sich POCO nicht lumpen lassen. Das F2 Pro ist aktuell die Flagship-Alternative, auf die viele gewartet haben. Je näher wir der 400€ Preismarke kommen, desto interessanter wird das Smartphone.

Design und Verarbeitung

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